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Schlangenholz

Schlangenholz ist eines der edelsten und teuersten Hölzer der Welt. Es besitzt eine markante Maserung, die an die Haut von Schlangen erinnert, und ist äußerst hart. In der Messerproduktion wird Schlangenholz zur Herstellung besonders kostbarer Griffschalen verwendet.

Herkunft aus Südamerika

Der Begriff Schlangenholz wird im Deutschen etwas uneinheitlich für eine Reihe von Pflanzenarten und deren Holz verwendet. Im Zusammenhang mit der Herstellung von Messergriffen bezeichnet er allerdings das Holz der Piratinera guianensis (anderer Name: Brosimum guianense) aus der Familie der Maulbeergewächse (Moracea). Die Piratinera guianensis ist ein immergrüner Laubbaum, der bis zu 45 Meter hoch werden kann. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Brasilien bis nach Mexiko, wobei sich im südamerikanischen Guyana, dem die Pflanze ihren Namenszusatz verdankt, und im benachbarten Surinam die Hauptvorkommen befinden.

Gemasert wie eine Schlangenhaut

Dass das Holz der Piratinera guianensis als "Schlangenholz" bezeichnet wird, ist auf das Erscheinungsbild des rot-braunen Kernholzes im getrockneten und bearbeiteten Zustand zurückzuführen. Mit seiner starken Maserung lässt es an die Haut einer Schlange denken, aber auch an das Fell eines Leoparden oder an altägyptische Hieroglyphen, weshalb es im Englischen zum Teil auch "letterwood" genannt wird. Das nicht für die Produktion hochwertiger Werkstücke genutzte Splintholz ist dagegen gelb-weiß.

Schwer zu bearbeiten

Schlangenholz weist einen unregelmäßigen Faserverlauf mit verstreuten Poren auf. Es besitzt eine feine Struktur und ist sehr dicht. Schlangenholz ist schwer zu trocknen und ebenso schwer zu bearbeiten: Bei der Trocknung weist es eine Neigung zu Qualitätsverlusten auf, und bei der Verarbeitung lässt dieses harte Holz Werkzeuge stark abstumpfen. Außerdem verlangt diese Holzart große Sorgfalt bei der Oberflächenbehandlung und beim Leimen.

Luxuriöse Werkstücke aus Schlangenholz

Richtig verarbeitet, ist Schlangenholz nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch sehr haltbar und wird seit Jahrhunderten für die Produktion luxuriöser Werkstücke verwendet, unter anderem für Furniere, für Geigenbögen und Trommelstöcke, Knöpfe und Stöcke sowie für Schirm- und Messergriffe.