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Damast

Damast

Damast (auch Damaszener Stahl genannt) ist der Name einer vor allem im Mittelalter und der frühen Neuzeit begehrten Stahlart, die nach der syrischen Stadt Damaskus benannt ist, einem ehemals bedeutenden Handelszentrum für Messer und Schwerter mit Klingen dieser Art. Damast wird heute nur noch äußerst selten verwendet, wird aber weiter wegen seines dekorativen Äußeren geschätzt.

Verbundstahl mit besonderen Eigenschaften

Bei Damast handelt es sich um einen Verbundstahl, also einen Stahl, der aus mindestens zwei Ausgangsstählen mit unterschiedlichen Eigenschaften gefertigt wurde. Das Endprodukt besitzt eine deutlich sichtbare Struktur aus sich abwechselnden Schichten der verwendeten Ausgangsmaterialien. Ziel der Verbindung zweier oder mehrerer Ausgangsstähle ist es, ein Endprodukt zu erhalten, das ihre jeweiligen Stärken vereint.

Hightech des Mittelalters

Damast wurde entwickelt, um Unzulänglichkeiten des Werkstoffs Stahl in der Produktion von Schwertern, Messern und anderen Waffen auszugleichen. Denn je nachdem, ob ein harter oder weicher Stahl für die Klingenproduktion verwendet wurde, ergaben sich ganz spezifische Vor- und Nachteile: So sind Klingen aus hartem Stahl zwar besonders fest und bleiben lange scharf, brechen dafür aber schnell – während Klingen aus weichem Stahl zwar nicht brechen, dafür aber leicht verbiegen und schnell ihre Schärfe verlieren. Durch die Verbindung von harten und weichen Stählen, wie sie für Damast typisch ist, wird daher ein Endprodukt erreicht, das bruchfest ist (wie weicher Stahl) und dennoch lange scharf bleibt (wie harter Stahl).

Begehrte Liebhaberstücke

Verbunden werden die Ausgangsmaterialien des Damasts in der Regel im Schweißverbundverfahren. Dabei werden die Ausgangsstähle miteinander feuerverschweißt – wobei grundsätzlich gilt: Je feiner die Lagen der Ausgangsstähle sind, umso besser verbinden sie sich. Für eine Klinge werden oft mehrere hundert Lagen miteinander verschweißt. Eine praktische Bedeutung hat Damast in der Klingenproduktion heute nicht mehr, da es nunmehr Monostähle (also Stähle, die nur aus einer Stahlsorte bestehen) gibt, die über dieselben Eigenschaften verfügen, die beim Damast erst durch die Verbindung zweier oder mehrerer Ausgangsstähle erzielt wurden. Weiterhin geschätzt wird Damast aber wegen seines dekorativen Äußeren und seiner historischen Anmutung.