Taschenmesser und Küchenmesser von Heinr. Böker Baumwerk GmbHBöker bietet Messer made in Solingen - Taschenmesser, Kochmesser, Küchenmesser, Jagdmesser, Outdoormesser, Sammlermesser und Schwerter. Glossar Eishaerten - Eishärten
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Eishärten

Als Eishärten wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem ein Werkstück aus Metall nach Abschluss des üblichen Härteprozesses gezielt unterkühlt und dann wieder erwärmt wird. Durch dieses Verfahren werden Klingen geschaffen, die sehr hart und sehr elastisch zugleich sind und die zudem eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit aufweisen.

Zusätzliche Produktionsschritte

Bei der Herstellung von Werkstücken aus Metall, wie zum Beispiel von Messerklingen, erfolgt das sogenannte Eishärten nach Abschluss des eigentlichen Produktionsvorganges. Dabei wird die Klinge nach dem üblichen Härtevorgang schockgekühlt und danach wieder erwärmt. Dieser Vorgang wird als "Eishärten und Anlassen" bezeichnet und wird in der Regel mehrfach wiederholt. Im Einzelnen durchläuft eine Klinge beim Eishärten vier Produktionsschritte.

Mehrfaches "Eishärten und Anlassen"

Zunächst wird die Klinge auf Temperaturen um 1000 Grad Celsius erhitzt, um dann auszukühlen, bis sie Raumtemperatur erreicht hat. Sodann wird die Klinge auf Werte von etwa -70 bis -80 Grad Celsius heruntergekühlt, und schließlich auf etwa 200 bis 300 Grad erwärmt. Die letzten beiden Arbeitsschritte, das "Eishärten und Anlassen" werden zumeist mehrfach wiederholt. Die Anzahl der Wiederholungen dieser beiden Arbeitsschritte und die genauen Temperaturen variieren dabei von Hersteller zu Hersteller und je nach der beabsichtigten Verwendung des Messers.

Spezifische Wirkungen der einzelnen Arbeitsschritte

Den einzelnen Arbeitsschritten des Gesamtprozesses des Eishärtens werden folgende Wirkung zugeschrieben: Durch das Erwärmen der Klinge auf Temperaturen um 1000 Grad Celsius wird die Molekularstruktur des Stahls verbessert, was zu einer größeren Härte und damit zu einer länger anhaltenden Schärfe der Klinge führt. Durch das anschließende Abkühlen auf normale Raumtemperatur wird die Spannung aus dem Stahl genommen, was der Klinge Elastizität verleiht und somit dem Klingenbruch entgegenwirkt. Die Unterkühlung auf etwa -70 bis -80 Grad Celsius erhöht die Korrosionsbeständigkeit der Klinge, und das nachfolgende Erwärmen verleiht ihr erneut Elastizität. Im Ergebnis entstehen so Klingen, die hart und doch elastisch sind und über einen besonders guten Rostschutz verfügen.