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Tauchgang zur Tirpitz

Wie Kleist einmal treffend formulierte, "ist die Wahrscheinlichkeit, wie die Erfahrung lehrt, nicht immer auf Seiten der Wahrheit". Genau dieser Umstand hat sich bei der letzten PR-Aktion der Heinr. Böker Baumwerk GmbH wieder einmal bewahrheitet. Dies ist nun der Bericht eines abenteuerlichen Auftrages eines Vertriebsreisenden und seine nicht weniger kuriose Vorgeschichte:

Jens, ein guter Freund von mir, war im Dezember 2007 nach Tromsø/Norwegen gezogen, um dort in Zukunft zu Leben und zu Arbeiten. Er hatte mich eine Woche zu sich eingeladen, um mir seine neue Wahlheimat zu zeigen. Es wäre denkbar gewesen, dass er von 360° auf der Kompassrose in jeder Richtung zieht. Ebenso hätte man sich jede beliebige Distanz vorstellen können. Aber er landet etwa 3000 Kilometer von Solingen entfernt inmitten der norwegischen Fjorde. Zufällig keine fünf Kilometer von dem Ort entfernt, an dem die Tirpitz, das letzte und zugleich größte Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine des 2. Weltkrieges, versenkt wurde. Das Schwesterschiff der Bismarck, die "Einsame" oder auch die "eisige Königin des Nordens", wie sie damals genannt wurde, aus deren besonderem und niemals wieder in dieser Art gekochtem Stahl wir mit der Summe unseres traditionellen Könnens und Wissens handgeschmiedete Damaszenermesser fertigen. Da die Einladung nach Tromsø auch noch von jenem Menschen kam, mit dem ich die meisten meiner Tauchgänge absolviert hatte, gab es als ersten Punkt eines Sightseeing-Programms natürlich nur eines zu tun: Ein Besuch der Tirpitz - und zwar auf der feuchten Seite des Meeresspiegels.

Als ich meinem Chef von meinem Vorhaben erzählte, war er natürlich der Meinung, dass eine so günstige Anhäufung von Zufällen nicht gänzlich ungenutzt bleiben dürfe. Und da er nicht wollte, dass ich mich unter Wasser ohne Kunden langweile, stellte sich die Frage, welche Aufgabe noch mit in mein Reisegepäck passen könnte. Stahl brauchte ich nicht mitzubringen, denn den hatten wir schon. Ein Tirpitzmesser in seine Wiege auf dem kalten Meeresgrund zurückzubringen, erschien zu pathetisch und wenig praktisch. So entstand die Idee, die tiefste Außenwerbung der Branche zwischen 12 und 18 Metern unter Normal Null zu montieren.

Vorbereitung

Das Wrack der Tirpitz liegt bekanntlich in seichtem Gewässer, da man einst beabsichtigt hatte, das durch 12 Bombardements bereits stark beschädigte Schiff bei einem Volltreffer durch das Ankern in flachem Wasser vor dem Kentern zu schützen. Dass die Tiefe hierbei falsch eingeschätzt worden war, wurde vielen Matrosen beim Untergang der Tirpitz zum tödlichen Verhängnis.

Nach einer ersten Internet-Recherche sollten die Reste des Kriegsschiffes auf einer Tiefe zwischen 12 und 18 Metern liegen. Dies erschien aus sportlicher Sicht zunächst keine Herausforderung zu sein, doch noch standen viele logistische Probleme an, und die Liste der zu klärenden Fragen war lang: Wie finden wir zur Tirpitz? Brauchen wir einen Guide? Brauchen wir ein Boot? Wo können wir Ausrüstung leihen? Mit welcher Wassertemperatur müssen wir um diese Jahreszeit rechnen? Gibt es Strömung? Gibt es gefährlichen Bootsverkehr? Womit tauchen die in Norwegen eigentlich - Pressluft, Nitrox, Triox oder schlimmere Gasgemische? Wer gibt mir in kurzer Zeit noch einen Termin für eine sporttauchmedizinische Untersuchung? Und vor allem: Wo bekommen wir eine Unterwasserkamera her und wie geht man damit um? Denn schließlich sollte die ganze Aktion per Kamera dokumentiert werden, um auch treue Freunde der Firma Böker ein wenig daran teilhaben zu lassen.

Das Problem der Beschaffung einer geeigneten Kamera betrachtete ich als zentral. Daher musste ich zuerst mit einem Mitglied unseres Tauchclubs ein Telefonat ungefähr folgenden Inhalts führen: "Hallo Ulrich, du kennst mich vielleicht nicht mehr, denn ich engagiere mich überhaupt nicht mehr im Verein und habe seit zwei Jahren keine Tauchpraxis. Außerdem habe ich zwei linke Hände für Unterhaltungselektronik. Aber ich habe mir gedacht, ich könnte deine brandneue Unterwasserkamera auf einen heiklen Tauchgang am anderen Ende der bekannten Welt mitnehmen." Ulrichs lakonische Antwort hierauf war nur: "Wann willst du sie denn abholen?"

Die übrigen Punkte der Agenda erwiesen sich als ähnlich unkompliziert. Jens, mein Gastgeber und Tauchpartner, stellte Kontakt zum örtlichen Tauchclub her. Von denen erfuhren wir, dass die Tirpitz von Land aus zu erreichen ist. Sie waren auch bereit, uns die notwendige Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, uns auf dem Tauchgang zu begleiten und den Transfer von Mannschaft und Gerät zur Einstiegsstelle in ihrem Vereinsbus zu übernehmen. Einen Trockentauchanzug in Jens Größe konnten wir im Tauchshop von Tromsø mieten; getaucht wurde mit Pressluft. Blieb also nur noch eine Schwachstelle: Unser eigener aktueller "sporttauchlicher" Leistungsstand.

Das Tauchen haben wir beide im Verein gelernt. Jens besitzt nach über 360 Tauchgängen drei Ausbildungssterne und hat als ehemaliger Taucher des technischen Hilfswerkes sogar Erfahrung mit Berge- und anderen Unterwasserarbeiten; ich habe immerhin 100 Tauchgänge, teilweise auch Höhlen-, Nacht-, Boots und Wintertauchgänge in meinem Logbuch. Prinzipiell waren unsere Voraussetzungen also sicher ausreichend, aber gemeinsam brachten wir es inzwischen auf 39 Monate (!) in denen unsere Neoprenanzüge nicht nass gewesen waren. Alles in allem konnte man uns also schon eher als Taucher-Wracks denn als Wrack-Taucher betrachten.

Der Außendienst ist gelandet

Die erste Überraschung begegnet mir auf dem Flug von Oslo nach Tromsø. Am Anfang bin ich nicht bereit, die großen weißen Flächen, die ich vom Flugzeug aus sehe, für Schnee zu halten. Erst als die Flächen sich weiter nördlich zu einer geschlossenen Decke verbinden, wird mir langsam klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall mit Verpackungsmaterial im monströsen Maßstab handeln kann. Es sieht aus als würde man über den ewigen Schnee der Westalpen fliegen. Darauf war ich Anfang Juni nicht mehr vorbereitet.

Der Landeanflug auf Tromsø bietet eine schöne Besonderheit. Der Flieger nähert sich der Insel zwangsläufig durch den Fjord, tief über dem Wasser. Aus dem Seitenfenster bietet sich mir mit den verschneiten Bergrücken eine Perspektive, die ich nur im Zusammenhang mit Wasserflugzeugen aus amerikanischen Wildnisfilmen kenne. Der Ausstieg aus dem Flugzeug bietet eine neue Ernüchterung: Die Sonne bleibt, aber es ist sehr kalt, teilweise bis runter auf +8° während der Dauer meines Aufenthaltes. In der Stadt bietet sich mir später ein entsprechend heterogenes Bild: In den Hafencafés sitzen Studentinnen im Windschatten in ärmellosen Tops in der Sonne. Auf den Straßen laufen Menschen mit Jacken und Handschuhen.

Tromsø selbst bietet einiges an Infrastruktur und Attraktionen: den Flughafen, eine Universität, Kino und Theater, ein Heimat- und das Polarmuseum (Amundsen ist von Tromsø aus zu seinen Polarexpeditionen aufgebrochen), schöne Cafés und Gaststätten. Dafür gibt es aber ringsherum in großem Abstand auch nur Wasser, Fels und Rentiere. Wenn man keinen Bezug zur Natur hat, kann man hier kaum leben.

Am ersten Abend hat mein Gastgeber die typische sommerliche Wochenendbeschäftigung der Norweger geplant: Wir laufen zum Strand und essen Hot Dogs, hier Pølse genannt, vom Einweggrill. Trotz einer großen Menge von Jugendlichen, die das Selbe tun, ist es angenehm ruhig. Nach der Mahlzeit muss ich meine Hände vom Gewürzketchup befreien. Als ich meine Hand hierzu in das eiskalte Fjordwasser tauche, sage ich zu Jens: "Lass uns die Tauchanzüge vergessen und uns erkundigen, wo man U-Boote mieten kann." Wie kalt es unter Wasser sein wird, können wir überhaupt nicht einschätzen. Das kann ja noch spaßig werden.

Zur Entsorgung der Komplettgrills gibt es einen speziellen Container, den man schon von weitem rauchen sieht. In Deutschland würde ich hier Altpapier einwerfen. Hier steht jedoch nicht: "Keine heiße Asche einfüllen!", sondern ganz im Gegenteil: "Nur Einweggrills einwerfen!" Den Abend ausklingen zu lassen, gestaltet sich als äußerst schwierig, weil die Sonne bei fast 70° Nord einfach nicht untergehen will. Es ist sehr irritierend, um 00:30 Uhr noch ohne elektrisches Licht in der Küche zu sitzen und Bier zu trinken. Dem Körper fehlt die Nachricht ins Bett zu gehen.

Tag X

Der Tag des Tirpitztauchgangs ist da. Noch ist ein wenig Geduld gefragt, denn das Treffen mit unseren Guides ist für 18:00 Uhr anberaumt. Es sind keine kommerziellen Taucher und daher müssen wir uns an den Arbeitszeiten ihrer zivilen Hauptberufe orientieren. Mit dem Licht werden wir keine Probleme bekommen, schließlich ist es die ganze Nacht hell.

Etwas nervös sind wir schon, denn eigentlich gilt die goldene Regel, dass man sich pro Tauchgang mit nur einer neuen Schwierigkeit auseinandersetzt. Eine solche Schwierigkeit wäre schon ein Eingewöhnungstauchgang nach längerer Unterwasserabstinenz, für den leider keine Zeit ist. Des weiteren sind wir mit einem fremden Team in einem unbekannten Gebiet unterwegs, haben es mit ungewöhnlicher Kälte zu tun, Strömung, fremder Ausrüstung, Unterwasserphotographie und -film, Montage von Unterwasseraußenwerbung. Und das, wo Sporttaucher unter Wasser eigentlich nicht arbeiten. Wir bringen es also entgegen der Regel - zugegebenermaßen großzügig gezählt - auf stolze neun neue Schwierigkeiten.

Das Vereinsheim ist ziemlich versteckt und besteht eigentlich nur aus einem Lager von Tauchgerätschaft. Hier lernen wir Ingrid, Øye und Magnus, unsere einheimische Crew, kennen, mit der wir bisher nur Email-Kontakt gehabt hatten. Aussuchen und Anprobieren ist die einzige knappe Gelegenheit, sich mit der Ausrüstung vertraut zu machen.

Wir entscheiden uns gegen das Boot. Zum Lageplatz der Tirpitz können wir herüber sehen und mit dem Boot wären es nur vier Kilometer Fahrt, außerdem sind Bootstauchgänge immer besonders spektakulär. Aber das Schlauchboot flott zu machen, wäre erheblich mehr Aufwand, als die fünfzehn Kilometer über Brücke und Land mit dem Kleinbus zurückzulegen und wir haben schon so genug unter einen Hut zu bringen.

Auf der kleinen Insel Haköya halten wir unvermittelt an zwei typisch rot gestrichenen Bauernhäusern aus Holz. Es drängt sich die Frage auf: "Wie, schon da?" Nichts erinnert an dem beschaulichen Landidyll mit Weidezaun und Kuhwiesen zunächst an einen ehemaligen Schauplatz schwerer Seegefechte und den Untergang des größten Schiffes der deutschen Marine. Zwischen den Häusern finden wir jedoch eine etwa mannshohe als Monument aufgestellte Stahlplatte der Tirpitz. Auf einer aus Messing aufgenieteten Gedenktafel steht in Norwegisch, Englisch und Deutsch:

2. Nov. 1944 wurde das deutsche Schlachtschiff Tirpitz vor Hâköya versenkt.

Von hier aus blicken wir im Fjord zu der Stelle, wo das Wrack unter der Wasseroberfläche liegen muss. Links sehen wir eine langgezogene rostbraune Stahlkonstruktion, etwa 20 Meter vor dem Strand gelegen. Wir erfahren von Magnus, dass es sich hier um einen Kai handelt, den das norwegische Unternehmen zur Bergung des Tirpitzstahles gebaut hatte. Rechts davon sehen wir eine kleine flache Insel in der Farbe des Ufers aus dem Wasser ragen. Was wir zunächst für Fels halten, ist tatsächlich ein Haufen Schrott, der nicht zur massiven Substanz des Schlachtschiffes gehört hatte.

Wir ziehen uns an und wissen, dass es keine Generalprobe und keinen zweiten Versuch geben wird. Die einzigen vertrauten Ausrüstungsgegenstände sind unsere Ti-Mariner Tauchermesser von BÖKER. Wenn wir im Wasser sind, bleiben uns genau 40 Minuten um uns zu orientieren und zu tun, was wir vorhaben. Das ist die vereinbarte Dauer des Tauchganges. Wenn wir brauchbare Ergebnisse mitbringen wollen, muss alles auf Anhieb funktionieren.

Wir kommen zu dem, was schon immer der sportliche Teil am Sporttauchen gewesen ist: Dem Tragen der angelegten und nicht zum Laufen gemachten schweren Ausrüstung zum Wasser. Wir gehen etwa 200 Meter die abschüssige Wiese hinter den beiden Bauernhäusern zum Strand hinunter. Hier versuchen wir auf den mit glitschigem Seetang überwucherten Steinen das Gleichgewicht zu halten. Wir sind mit 15-Liter-Pressluftflaschen ausgestattet. Ein 15-Liter-Flasche enthält bei dem üblichen Fülldruck von 200 bar exakt 3,51 kg reine Luftmasse. Da kann man sich leicht vorstellen, wie sich auf diesem engen Raum die Moleküle stoßen. Es handelt sich genau genommen um Bomben, die wir auf unseren Rücken über den weichen und schlüpfrigen Untergrund balancieren. Kein angenehmes Gefühl. Auf meinen Hüften habe ich 19 kg Blei, um den starken Auftrieb des Trockentauchanzuges im Salzwasser auszugleichen. Zum Vergleich: In heimischen Talsperren genügen für den Nasstauchanzug schon 4 kg.

Einmal abgetaucht, erweist sich die Leihausrüstung als vorzüglich. Ich liege dank des großzügig bestückten Bleigurtes wie ein Zeppelin im Wasser. Ich kann mich bewegen, als wäre ich nur mit Badehose bekleidet bzw. als hätte ich mit dem selben Material in letzter Zeit zehn Tauchgänge gemacht. Und entgegen aller Befürchtungen ist es schön warm in den Trockentauchanzügen.

Zwischen dem Kai und der Alteiseninsel tauchen wir in der Richtung 150° auf der Kompassrose gerade vom Ufer weg. Die Sicht ist zunächst kristallklar. Wir schweben über bizarre Schrottlandschaften, die mit Muscheln und schwarzen Seeigeln überkrustet sind. Türkisblau, sandbraun und rostrot sind unsere Farbeindrücke. Es ist wichtig, nicht durchzusacken, denn auf den garstig gezackten Spitzen der Trümmer und abgebrochenen Rohre sollte man nicht landen, wenn man sich nicht den guten Anzug oder gar Körperteile zerstören möchte. In einer Nische entdecken wir einen relativ großen, urhässlich mit Warzen überzogenen schleimgrauen Fisch, der ein bisschen so aussieht, als hätte er rings um den ganzen Körper ein Gesäuge. Bisher ist uns noch nicht gelungen ihn zu bestimmen.

Die Sicht wird schlechter, je mehr wir uns vom Strand entfernen und auch die Wrackteile sind ab zehn Meter Tiefe dünner gesät. Als wir bei dreizehn Metern nichts mehr sehen, trennen wir uns. Jens und ich kehren in Richtung 330° zum Strand zurück, um im Bereich des Einstiegs für jeden Taucher gut sichtbar unter Wasser die Böker-Außenwerbung zu montieren und ein paar schöne Aufnahmen zu machen. Ingrid, Magnus und Øye erkunden die ursprüngliche Wracklage in nördlicher Richtung weiter.

Als wir einen geeigneten Platz für die Montage ausgesucht haben, muss ich feststellen, dass die fünf Millimeter dicken Dreifingerhandschuhe aus Neopren nicht dazu gemacht sind, um Kabelbinder ineinander zu schieben. Die Aufgabe erweist sich ungefähr so einfach wie Schachfiguren mit Boxhandschuhen aufeinander zu stapeln. Ich verfluche diesen neumodischen Kram und wünsche mir wie Jürgen Prochnow in Das Boot "für 50 Pfennige alten Draht". Aber man wundert sich, was alles möglich ist, wenn sich keine Alternative bietet. Und so hängt nach einigen Versuchen schließlich doch der erste Werbeträger.

Beim Anbringen des zweite Flyers (oder besser gesagt Flowers) entdecke ich plötzlich links neben mir zwischen den Trümmern eine Seespinne. Seespinnen sind Krabben mit gedrungenem, runden Körper und langen Beinen, die tatsächlich einer übergroßen Spinne sehr ähnlich sehen. Ich freue mich immer eines dieser kleinen Biester, die schön sind vor Hässlichkeit, zu sehen und kann sie lange fasziniert betrachten. Im ersten Moment erschrecke ich mich aber immer wieder. Diesem Exemplar scheint noch der norwegische Winterblues im Außenskelett zu stecken, denn anders als seine französischen Artgenossen vor der Küste der Normandie, lässt es sich nicht dazu provozieren, mit seinen Scheren meinen vorgehaltenen Schnorchel anzugreifen.

Auffällig bei einem Tauchgang zur Tirpitz ist die große Anzahl verrottender Stiefel aus Leder und Gummi, die im Sand und zwischen den Trümmern stecken. Wir wissen nicht ob diese einmal der Besatzung des Schlachtschiffes oder den Arbeitern des Bergungsunternehmens gehört haben. In beiden Fällen wären sie auf jeden Fall schon eine lange Zeit hier unten.

Auf dem Rückweg werden wir wieder unangenehm an unser Blei erinnert, sobald wir die Gürtellinie aus dem Wasser haben. Den Trost, dass die Flaschen jetzt mindestens 2,5 kg leichter sein müssen, spüren wir kaum. Wir ziehen uns auf einer kleinen Holzbühne neben dem Tirpitz-Monument um, die aussieht, als wäre sie ausschließlich zu diesem Zweck gebaut worden. Ein Schild klärt auf, dass es sich hier um den "Tirpitz Parkeren", also Tirpitz-Park, handeln soll. Was man sich bei dieser Art von Bauwerk darunter vorstellen soll, bleibt dennoch unklar.

Unsere norwegischen Tauchkollegen haben Plastikbecher und Kaffee in der Thermoskanne mitgebracht, den wir auf die landestypische Weise trinken: schwarz, stark und ohne Zucker. Damit findet das ganze Abenteuer allmählich seinen Ausklang.

Was bleibet aber...

stiften in diesem Fall nicht die Dichter, sondern wir, die Heinr. Böker Baumwerk GmbH. Der Stahl der Tirpitz wird nicht mehr frei gehandelt. Bei ihrem Schwesterschiff, der Bismarck, ist es die große Tiefe von 4.790 Metern, die das Hindernis bei der Beschaffung des Stahls darstellt. Bei der Tirpitz ist es die Untiefe der Lage, die dazu geführt hat, dass das Schiff schon früh abgewrackt und kommerziell genutzt wurde. Der Stahl ist heute so gut wie vollständig verarbeitet. Wenn man noch mit den eigenen Händen ein Stück von der schweren Substanz der "Einsamen" und "eisigen Königin des Nordens" berühren will, kann man zur Insel Hâköya reisen und seine Hand auf das Tirpitz-Monument legen. Ein Stück der Geschichte dieses letzten und zugleich größten Schlachtschiffes der deutschen Kriegsmarine darüber hinaus besitzen kann man nur durch ein BÖKER Damastmesser mit handgeschmiedetem Tirpitz-Stahl.

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Die nötigen Papiere.

Schnee im Juni. Aber es ist nicht das Westalpenmassiv sondern die Norwegische Küste.

Landeanflug auf Tromsö tief über dem Wasser, links die Insel Haköya.

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Der Auendienst ist gelandet.

Norwegisches Nationalgericht am ersten Abend: Pölse vom Einweggrill am Strand.

Der Blick vom Hafen auf Tromsö nach Tromsdalen.

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Exkurs: Hochalpine Stimmung auf gerade mal 420 Metern ber NN.

Anwendung der Lehrinhalte des Böker Survival Camps: Wassergewinnung aus Schnee.

Mitternachtssonne - dunkler wird es nicht.

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Blick auf die Insel Haköya, den letzten Ankerplatz der Tirpitz.

Die GPS-Koordinaten der Tirpitz.

Die Lage des Wracks ist am Ufer mit einem Monument aus Tirpitzstahl gekennzeichnet.

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Die Tafel am Monument

Der historische Kay des Bergeunternehmens

Die Crew

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Der Kameramann

Auendienst Inkognito: Die Bökeruniform deckt der Trockentauchanzug ab.

Am Einstieg, rechts eine kleine Insel aus Tirpitzschrott.

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Bereit zur Mission.

Böker prsentiert: Die tiefste Auenwerbung der Branche.

Die zweite Werbung ist montiert.

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Kameramann Jens mit einem der beiden Unterwasserposter.

Nach getaner Arbeit.

Nass aber zufrieden.