Am 19. und 20. April 2008 fand bei uns in Solingen der Messermacher-Workshop statt, und wir freuen uns, Ihnen hier einige Bilder vorstellen zu können.
Der Kurs wurde geleitet von Armin Stütz und Thomas Künzi, mit Unterstützung unseres eigenen Teams aus unserer Fertigung.
Der Herr ganz rechts gehört zwar auch zum Böker-Team, war aber in einer anderen Mission im Hause - parallel läuft nämlich noch das Seminar von Jim Wagner, und auch Jim war mehr als neugierig und möchte einen Workshop bei uns belegen.
Die Teilnehmer können für ihr Messer aus allen verfügbaren Rohlingen der Messer von Böker, Armin Stütz/Steirer Eisen oder Thomas Künzi auswählen.
Zuerst wird der Rohling grob in Form gebracht. Da werden die Konturen nochmal genau nachgearbeitet, Grate entfernt etc.
Damit geht es dann an den Schraubstock, wo das erste Finish der Klinge aufgebracht wird. Bei Thomas Künzi ist die Reihenfolge andersrum; da wird das Finish später aufgebracht.
Das Finish wird mit Schleifpapier verschiedener Körnungen von Hand aufgebracht und ist ziemlich zeitintensiv.
Dem einen oder anderen stand da schon der Schweiß auf der Stirn.
Das Resultat dieser ersten Arbeitsgänge mündet dann in dieses Stadium.
Das Finish der Klinge ist schon ausgearbeitet; dann werden die auszuschleifenden Partien angezeichnet und die Schneidenlinie angerissen, damit man nachher beim Schleifen auch eine gerade Schneide bekommt. Kleinere Richtarbeiten werden am Schraubstock noch vorgenommen.
Am Bandschleifer wird dann entsprechend der eigenen Vorgabe geschliffen, wobei Thomas und Armin natürlich auch hier (wie bei allen Arbeitsgängen) mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nach dem Bandschleifer sieht man schon recht gut, wohin die Reise geht...
Noch schnell einen stilecht servierten Espresso, und weiter geht´s im Programm. Nachdem im letzten Arbeitsgang die Schneide geschliffen wurde, muß nun die Feinbearbeitung stattfinden. Kanten und Übergänge werden mit Feile und Schleifpapier korrigiert, und die Schleifspuren am Klingenanschliff müssen natürlich auch beseitigt werden.
Nun werden die Bohrungen für die Nieten für Backen und Griffschalen angezeichnet und gebohrt. Auch hier stand den Teilnehmern im Bedarfsfall immer jemand zur Seite.
Dann wurden die Werkstücke in Härtefolie verpackt und den Flammen übergeben. Klar, für manche ist sowas Routine, aber es war deutlich zu merken, daß das für die meisten ein sehr spannender Moment war.
Die Teilnehmer passen jetzt ihre Griffschalen an und gehen die endgültige Form an, zuerst der Kontur folgend, nachher die Wölbung.
Nach dem Anpassen der Griffschalen wurden je nach Material noch das Holz geölt o.ä.
Dann wurde noch die eigentliche Schneide geschliffen.
Und dann war es geschafft: Die Teilnehmer hielten ihr fertiges Messer in der Hand!