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Reiden

Reiderei

Reiden beschreibt in der Messerherstellung den Prozess, bei dem die Klinge mit dem Heft verbunden wird. Es handelt sich hierbei gewissermaßen um die Montage der wesentlichen Bauteile eines Messers. Dabei werden zunächst die Heftschalen, Liner und die Klinge stimmig mit den vorgesehenen Bohrungen übereinandergelegt, so dass anschließend die Nietstifte eingeschlagen werden können. Nachdem die überstehenden Stiftenden abgetrennt wurden, erfolgt die Vernietung mit dem Niethammer. Dadurch erhält das Messer den endgültigen Zusammenhalt seiner Bauteile. Die besondere Herausforderung liegt darin, die Stifte materialgerecht und präzise einzuschlagen, um Beschädigungen an Griff zu vermeiden. Das montierte Messer kommt anschließend zum Ausmacher, der überstehende Grate und Vertiefungen an Griff und Erl beischleift. In Solingen galt der Reider als eigenständiger Beruf. Sowohl Kochmesser als auch Rasiermesser und Taschenmesser werden in der Böker Manufaktur nach traditioneller Handwerkskunst gereidet.