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Interview mit Dave Wenger

Dave Wenger wuchs mit einer Faszination für mittelalterliche Waffen und Rüstungen auf. Eines Tages beschloss der Junge, sich an der Herstellung eigener Waffen zu versuchen. Er flachte Metallrohre ab, die sein Vater herumliegen hatte, schnitt mit einer Bügelsäge eine Spitze darauf und benutzte ein paar Rollen Klebeband für den Griff - und schon war es ein feudales japanisches Samuraischwert. Sein Großvater arbeitete als Schmied und ermöglichte dadurch die Annäherung des jugendlichen Dave Wenger an das professionelle Messermachen. 18 Jahre später, im Juni 2012, machte Dave Wenger ernst und erwarb das Journeyman Smith Rating bei der American Bladesmith Society, ABS. Im Januar 2013 wurde Wenger Blades gegründet.

Wie bist Du mit dem Thema Messer in Berührung gekommen?

Im Grunde wurde meine Begeisterung für Messer durch meinen Großvater, seines Zeichens Schmied, entfacht. Während seiner Zeit bei der US-Navy war er zeitweise in Pearl Harbor als Flugzeugmechaniker stationiert und fertigte ein handgeschmiedetes Messer an. Da war es um mich geschehen und ich wollte dieses Messer so oft wie möglich in meinen Händen halten.

Und wann hast Du letztlich Dein erstes Messer entworfen?

Ich glaube das war um 1993, da war ich 13 Jahre alt.

Wie lange arbeitest Du nun schon als Custom-Messermacher?

Zwischen 1997 und 2017 immer wieder mit kleineren Unterbrechungen, seitdem arbeite ich in Vollzeit als Messermacher.

Welchen Beruf hast Du ursprünglich erlernt und welchen Tätigkeiten bist Du zuvor nachgegangen?

Nach der High School war ich 5 Jahre lang als Werkzeugmacher tätig, danach habe ich 15 Jahre lang im Bauwesen gearbeitet.

Gibt es jemanden, den Du als Deinen Mentor bezeichnen würdest?

Mein Großvater hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Für technische Fragen stand mir immer der Meisterschmied und „US-Klingenpapst“ Kevin Cashen mit Rat und Tat zur Seite. Ein äußerst talentierter Mann!

Welche würdest Du als Deine größte Gabe als Messermacher bezeichnen?

Vermutlich meine Fähigkeit, aus einer Idee heraus ein hochfunktionelles Produkt zu entwickeln, das in relativ kurzer Zeit in hoher Auflage produziert werden kann und dazu noch hohe Qualitätsstandards erfüllt.

Was inspiriert Dich für Deine Entwürfe?

Tatsächlich entstehen viele Ideen während der gemeinsamen Zeit mit meinen Freunden aus der Bushcraft-Szene. Darüber hinaus habe ich ein ausgeprägtes Gespür für Markttrends und entdecke die eine oder andere Marktlücke, was meine Kreativität zusätzlich befeuert.

Was macht Dir an Deinem Job am meisten Spaß?

Dass meine Ideen innerhalb kürzester Zeit Realität werden und dazu noch hohen Anklang bei der Kundschaft finden. Wenn es wie am Schnürchen läuft, bin ich wunschlos glücklich.

Womit sollten Interessierte beginnen, wenn sie selbst ein Messer herstellen möchten?

Ohne die wesentlichen Grundlagen geht gar nichts. Übergänge an Klinge und Griff, die richtige Wärmebehandlung, Design und ausgewogene Ergonomie – von all diesen Dingen muss ein gewisses Grundverständnis vorhanden sein. Erst die intensive Benutzung deckt Designfehler auf, die es nachfolgend auszubessern gilt. Und das wichtigste: Niemals denken, dass man am Ziel ist. Es gibt immer jemanden, der noch besser ist. Werde zu demjenigen, den andere bewundern!

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Dir aus?

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber der frühe Wurm wird gefressen. Von daher beginnt mein Arbeitstag für gewöhnlich etwas später als zu Zeiten, in denen ich noch Angestellter war. Aber wenn der Motor einmal läuft, arbeite ich abgesehen von ein paar Minuten zum Essen bis spät in den Abend hinein, besonders in den Sommermonaten.

Können Deine Custom Messer einfach so bestellt werden?

Ja, solange es sich dabei um eine Variante meiner aktuellen Messer oder Äxte handelt, ist dies möglich. Allerdings fertige ich keine individuellen Einzelstücke mehr an.

An welchen Projekten arbeitest Du derzeit?

Aktuell arbeite ich an einem Tomahawk mit kurzem Stachel am Axtnacken. Auch einige feststehende Messer sind noch in der Pipeline, aber mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Für nächstes Jahr ist ein Messer mit einer wuchtigen Klinge geplant.

Hast Du manchmal die Nase voll von Messern?

Glücklicherweise nicht. Manchmal fahre ich mich an einem bestimmten Design fest, welches ich dann für eine Weile an die Seite lege oder ganz aus dem Programm streiche. Aber die nächste Idee wartet schon auf ihre Umsetzung.

Wie sieht es mit Deiner Ehefrau aus? Teilt Sie Deine Leidenschaft für Messer?

Meine Frau Jenny ist einfach wunderbar. Sie unterstützt mich, wo sie nur kann, ohne sich dabei ins Tagesgeschäft einzumischen. Wenn die Dinge mal nicht so gut laufen, gibt sie mir den nötigen Halt. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Zu Hause hält sie als liebevolle Mutter dreier Töchter den Laden am Laufen.

Hast Du neben Deiner umfassenden Arbeit überhaupt Zeit für andere Dinge?

Ja, allerdings tue ich mich damit oft schwer, auch mal abzuschalten und den Beruf einfach mal Beruf sein zu lassen.

Wie verbringst Du am liebsten Deine Freizeit?

Wir lieben es zu zelten und nehmen regelmäßig an verschiedenen Bushcraft-Events teil. Mir ist die Zeit mit meiner Familie besonders wichtig. Besonders das Thema Reisen schreiben wir groß, damit meine Töchter möglichst viel von der Welt sehen.

Hast Du auch Hobbys, die nichts mit Messern zu tun haben?

Dazu gehören Schießen und die Gartenarbeit. Für meine Kinder baue ich ganz gerne kleinere Burgen, Baumhäuser oder Lampen…ganz uneigennützig selbstverständlich, damit meine Baukünste nicht einrosten.

Was kannst Du überhaupt nicht?

Singen, Tanzen und mich selbst ernst nehmen.

Wofür würdest Du sogar mitten in der Nacht aufstehen?

Das ist eine gute Frage. Als treusorgender Ehemann und Vater beschütze ich selbstverständlich meine Familie, wenn dies nötig sein sollte. Auch wenn der Dienst am Vaterland, aus welchen Gründen auch immer, verlangt wird, werde als stolzer Bürger für meine Nation da sein.  Wer viel bekommt, sollte auch viel geben.

Hast Du noch abschließende Worte, die Du an unsere Kunden richten möchtest?

Worte können meine Wertschätzung gegenüber den Böker Kunden gar nicht zum Ausdruck bringen, die mit ihrem hartverdienten Geld meine Tätigkeit und die vieler anderer talentierter Messermacher unterstützen. Mein Ziel ist es, die Kunden niemals zu enttäuschen.

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