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Interview mit Lucas Burnley

Lucas Burnley aus Massachusetts ist hauptberuflich als Messermacher und Designer tätig. Seine unverwechselbaren Messer vereinen klare, moderne Linien mit taktischen. Seine Entwürfe sind verspielt und raffiniert zugleich und enthalten oft subtile neo-japanische Elemente. Besonders wichtig ist es ihm, dass seine Messer nützlich und ästhetisch zugleich sind. Neben Taschenmessern und handlichen Fahrtenmessern designt er auch eigenes Zubehör.

Was waren Deine ersten Berührungspunkte mit dem Thema Messer?

Messer interessieren mich, solange ich denken kann. In meiner Kindheit war ich sehr viel draußen in der Natur unterwegs, und seit ich 5 Jahre alt war, hatte ich auch immer ein Messer bei mir. Mein Vater erinnert sich noch daran, daß ich schon als kleiner Junge gesagt habe, ich würde Messer gerne selber machen wollen. Ich kann nicht mehr sagen, wo das herkam.

Wann hast Du Dein erstes Messer selbst gemacht?

Mit 12 Jahren habe ich ein Küchenmesser meiner Mutter modifiziert. Mit 17 habe ich meinen ersten Bandschleifer gekauft, aber zu der Zeit hatte ich noch keine Werkstatt. Mit 20 Jahren habe ich mein erstes Messer gemacht und bin seitdem auch kontinuierlich am Ball geblieben.

Seit wann arbeitest Du als Custom-Messermacher?

Wie gesagt, das erste selbstgemachte Messer war mit 20, und das erste verkauft habe ich im Jahr danach. Ich bin also seit 16 Jahren Messermacher.

Gibt es jemanden, den Du als Mentor bezeichnen würdest?

Der erste Messermacher, mit dem ich in Kontakt kam, war Joe Cordova aus New Mexico. Er selbst hatte noch mit den Messermacherlegenden Bill Moran und Bob Loveless zusammengearbeitet. Joe hat ein breites Spektrum, das von Reproduktionen historischer Stücke bis zu modernen Entwürfen reicht, und er schmiedet oft selbst, fertigt aber auch klassisch am Bandschleifer. Seine breitgefächerten Fähigkeiten und seine Vielseitigkeit als Designer haben mich als jungen Messermacher stark beeinflusst, denn er hat mir die Augen dafür geöffnet, was alles möglich ist, wenn man sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung oder Fertigungsmethode beschränkt.

Wo siehst Du Dein größtes Talent als Messermacher?

Ganz persönlich sehe ich meine Stärke als Messermacher in meinem nie versiegenden Interesse daran, neue Sachen zu lernen und meinen Horizont permanent zu erweitern. Sich nicht auf ein einziges Genre zu beschränken und mein sehr breit gefächertes Interesse an den unterschiedlichsten Stilrichtungen macht mich sehr flexibel in meiner täglichen Arbeit, und es hält mein Interesse immer wach (und hoffentlich auch das meiner Kunden).

Woher bekommst Du Deine Inspirationen?

Ich beziehe meine Inspirationen oft direkt aus dem täglichen Leben, und aus meiner Offenheit den unterschiedlichsten Designrichtungen gegenüber. Primär fertige ich Messer in einem „Post-Tactical Stil“. Damit meine ich meinen Fokus auf moderne Materialien mit klaren, funktionalen Designs und Wurzeln im Bereich der Tactical Knives, sowohl bei feststehenden Messern wie auch bei Klappmessern. Ich habe aber dennoch einen breit aufgestellten persönlichen Geschmack, und über die Jahre habe ich auch sehr viele traditionelle Entwürfe verwirklicht, einschließlich Küchenmesser, Rasiermesser, Schwerter, Jagdmesser – also mehr oder weniger alles, was einem da so einfallen kann.

Was macht Dir am meisten Spaß an Deinem Beruf?

Das Entwickeln eines neuen Konzeptes, und die Umsetzung der ersten Prototypen, das ist für mich am spannendsten. Es ist unglaublich erfüllend, etwas von einer puren Idee bis hin zum fertigen Stück zu entwickeln, das man in der Hand hält.

Kann man bei Dir einfach ein Custom-Messer bestellen?

Mein Bestellbuch habe ich schon 2012 geschlossen. Aber natürlich verkaufe ich viele Messer über Online-Lotterien wie auch über die Verlosung von Kaufberechtigungen auf den Messen, auf denen ich ausstelle und verkaufe. Ich nehme also seit 2012 keine Bestellungen mehr an, und ich denke, ich habe die Liste der noch offenen Aufträge wahrscheinlich innerhalb der nächsten 3 Jahre abgearbeitet, also die „MSLZ“, die „Messermacher-Standard-Lieferzeit“, wenn man das so nennen will (lacht). Aber ich versuche auch immer, ein paar Stücke im Jahr über meine Mailingliste und die sozialen Netzwerke anzubieten, die dann direkt verfügbar sind, zusätzlich zu denen, die auf den Messen gekauft werden können.

Beschreibe unseren Kunden doch bitte einen typischen Arbeitstag.

Ich starte schon um 4:45 morgens. Ich bin besonders kreativ, wenn morgens noch alles schläft und ich ungestört arbeiten kann, bevor alle anderen wach sind. Um halb sieben ist dann etwas Sport angesagt, meist Surfen, Radfahren oder ein Gang ins Fitnessstudio. Es ist wichtig für mich, fit zu bleiben, denn Messermachen ist körperlich durchaus fordernd und anstrengend. Gleichzeitig bekomme ich dadurch auch den Kopf frei, und das hat einen sehr positiven Einfluß auf meine Kreativität. Um 9:00 bin ich dann in der Werkstatt. Ich versuche, 6 Stunden pro Tag reinweg auf die Fertigung zu verwenden, aber wie jeder Selbstständige weiß, gibt es auch anderweitige vielfältige Anforderungen im Tagesgeschäft, denen man gerecht werden muß. Nach dem Mittagessen gibt es eine kleine Pause für einen Espresso (Koffein ist essentiell für mich!), und danach widme ich mich unterschiedlichen Arbeiten im kreativen oder administrativen Bereich. Ich habe ganz eindeutig einen Hang dazu, mich in Details zu verlieren, und diese klare Strukturierung meines Arbeitstages hilft mir dabei, nicht den Faden zu verlieren und mich nicht zu verzetteln. Ich versuche dann, ab 18:00 den Feierabend mit meiner Familie zu verbringen.

Wenn Du Deine Freizeit gestaltest, was ist Dir da wichtig, und was machst Du zur Entspannung und Erholung?

Als Selbstständiger und als frischgebackener Vater versuche ich, allem gleichermaßen gerecht zu werden. Wir verbringen so viel Zeit wie möglich in der Natur. Wir kochen auch gerne, und ich lese sehr viel. Wandern, Radfahren, Surfen und Motorradfahren machen mir sehr viel Spaß. Wir leben nah an der Küste, und ich hätte große Lust, auch Angeln auf die Liste zu setzen, soweit es die Zeit erlaubt.

Gibt es noch etwas, was Du unseren Kunden mitteilen möchtest?

Ich schätze mich sehr glücklich, so tolle Kunden für meine handgemachten Stücke zu haben, und das gilt auch für die Böker-Kunden, die meine Designs als Serienmesser schätzen und kaufen. Ich möchte ihnen das Gefühl geben, daß sie ihr Geld in etwas ganz besonderes investieren, wenn sie eines meiner Handmades oder ein Seriendesign von mir kaufen. Ich habe immer daran geglaubt, daß die Marken die besten sind, zu deren Teil man förmlich wird, und meine Partnerschaft mit Böker hat einen großen Anteil daran, daß meine Designs einem wesentlich breiteren Kundenkreis zugänglich gemacht werden. Es macht mir immer große Freude, wenn mich auf Messen Kunden an meinem Stand besuchen und mir stolz ihre heißgeliebten Kwaiken zeigen.

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